💚 3 Tipps zur Optimierung Ihres Asset Managements!

Andreas Dankl spricht im Experteninterview mit den SAP-Profis von Orianda Solutions AG über die Herausforderungen und Chancen im Asset- und Instandhaltungsmanagement. Dabei hat er vor allem zwei Optimierungsansätze im Blick: mobile Instandhaltung und digitale Ressourcenplanung.

Asset Management ist für Unternehmen zwar schon seit Jahrzehnten eine wichtige Aufgabe, in den vergangenen Jahren ist aber erheblich Dynamik in das Thema gekommen. Denn durch die Digitalisierung verändern sich nicht nur die zu wartenden Assets dramatisch. Innovative Technologien eröffnen auch zahlreiche neue Möglichkeiten für die Realisierung der Aufgabe.

 

Herr Dr. Dankl, aus Ihrer Sicht als Inhaber und Geschäftsführer einer Strategie- und Prozessberatung: Wo liegt beim Asset Management heute das grösste Potenzial?

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Dankl: Unternehmen können mithilfe der neuen digitalen Möglichkeiten die Effektivität und die Effizienz ihres Asset Managements steigern. Mit Blick auf die Effektivität geht es darum, die richtigen Dinge zu tun. Dazu gehören auf jeden Fall eine strategische Anlagenentwicklung, die Etablierung eines Life-Cycle-Costing-Ansatzes und die Definition und Implementierung einer risikobasierten vorausschauenden Instandhaltungsstrategie. Ziel ist, die Substanz der Assets zu erhalten und die Anzahl der Anlagenstörungen und -ausfälle sowie der Reparaturen zu reduzieren. Für mehr Effizienz müssen die Dinge richtig getan werden. Das heisst vor allem, das Personal in der Instandhaltung möglichst ohne Zeitverluste einzusetzen. Prozesse müssen dafür klar definiert, schlank und transparent sein. Industrie-4.0-Lösungen helfen bei beiden Optimierungsansätzen.

Wie sollten Unternehmen vorgehen, wenn sie eine digitale Ressourcenplanung etablieren wollen?

Andreas Dankl ©orhideal-image.comDankl: Zunächst einmal: Nur etwa ein Drittel der Unternehmen hat bislang überhaupt eine leistungsfähige Arbeits-, Termin- und Ressourcenplanung. Es gibt also einiges zu tun. Dabei kommt es vordringlich darauf an, ein Commitment im Unternehmen zu schaffen: Management, Produktion und Instandhaltung müssen sich zur Planung bekennen und verbindliche Spielregeln vereinbaren.

Dazu zählt zum Beispiel, Prioritätsregeln für Instandsetzungsmassnahmen oder geplante Termine einzuhalten. Auf Basis des Commitments werden Strukturen, Prozesse und Tools für die Planung definiert und implementiert. Das beginnt bei der Benennung eines Planungsverantwortlichen und endet bei der Einführung einer Lösung wie SAP Multiresource Scheduling (SAP MRS). Wenn nicht bereits vorhanden, sollte parallel auf eine vorausschauende Instandhaltung umgestellt werden. Wichtig bei all dem: Ziel sollte nicht sein, von 0 auf 100 zu springen. Das kann nicht gelingen. Sinnvoller ist es, den Wandel schrittweise zu vollziehen, dabei immer detaillierter zu planen, den Planungsumfang zu erhöhen und zusätzliche Aspekte wie die wegzeitoptimierte Routenplanung zu ergänzen.

Sind mobile Endgeräte ein unverzichtbarer Bestandteil der digitalen Ressourcenplanung?

Andreas Dankl ©orhideal-image.comDankl: Auch ohne mobile Endgeräte lässt sich schon eine ganze Menge erreichen. Unverzichtbar sind sie also nicht. Aber natürlich: Mit mobilen Endgeräten können Unternehmen noch mehr aus der digitalen Planung herausholen. So lässt sich zum Beispiel der Einsatz der Mitarbeiter während einer Schicht noch besser steuern.

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In welchen Bereichen ist der Einsatz von mobilen Endgeräten ausserdem sinnvoll?

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Dankl: Grundsätzlich ist es so: Smartphones und Tablets, zunehmend aber auch Datenbrillen und sogar Datenhandschuhe sorgen dafür, dass Informationen ohne Medienbruch überall verfügbar sind und Daten direkt erfasst werden können. Prozesse lassen sich dadurch weiter digitalisieren und werden noch schlanker. Effektivität und Effizienz nehmen zu. Insofern ist der Einsatz in allen Bereichen des Asset Managements eine gute Idee. Die Szenarien sind vielfältig, die Effekte ebenso. Auto-ID-Technologien wie QR-Codes, Augmented-Reality-Tags oder Bluetooth Beacons forcieren das zusätzlich. So ist beispielsweise vorstellbar, dass ein Mitarbeiter mit seiner Datenbrille auf eine Anlage blickt, die allein dadurch identifiziert wird. Auf die Brillengläser werden dann je nach Perspektive alle relevanten Informationen zu der Anlage projiziert – es entsteht eine erweiterte Realität. Der Blick durch die Brille genügt dann auch, um sämtliche Arbeitsschritte und die verwendeten Ersatzteile zu dokumentieren.

Das klingt nach einer Vision, die eher in ferner Zukunft Realität wird. Wo stehen die Unternehmen heute?

Andreas Dankl ©orhideal-image.comDankl: Machbar ist ein solches Szenario ohne Weiteres auch schon heute. Allerdings ist das an Voraussetzungen wie die Anlagenstrukturierung und -codierung, die Pflege der erforderlichen Stammdaten oder durchgängig definierte Instandhaltungsprozesse gebunden. Ich schätze ausgehend von unseren Optimierungsprojekten, dass maximal 15 Prozent der Unternehmen bereits eine mobile Instandhaltung systematisch eingeführt haben und konsequent nutzen.

💚💚💚 Zum Abschluss: Haben Sie drei konkrete Tipps für Unternehmen, die ihr Asset Management optimieren wollen?

Andreas Dankl ©orhideal-image.comNatürlich ist das letztlich immer eine sehr individuelle Aufgabe. Aber tatsächlich sollten diese drei Punkte immer hilfreich sein:

  1. Erstens: Identifizieren Sie Ihre Stärken und Schwächen und arbeiten Sie heraus, wo Potenzial für Optimierungen besteht. Hilfreich ist dafür unser Excellence Radar.
  2. Zweitens: Beurteilen Sie die verschiedenen Optimierungsansätze, schätzen Sie die Effekte ab und priorisieren Sie die möglichen Massnahmen: „Was sollte weshalb wann umgesetzt werden?“
  3. Drittens: Kommen Sie nach der Identifizierung, Beurteilung und Priorisierung wirklich ins Handeln. Dabei ist es sinnvoll, sich eine überschaubare Aufgabe vorzunehmen – statt direkt den grossen Wurf landen zu wollen.

Das gesamte Interview können Sie hier lesen!

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Die Orianda Solutions AG ist ein unabhängiges Schweizer Beratungshaus im SAP-Umfeld. Mit Best-Practices bei der IT-Implementierung und Prozessberatung fokussiert sich die Orianda auf die Themengebiete Instandhaltung, Servicemanagement, Ressourceneinsatzplanung, mobile Lösungen und Ersatzteilmanagement im Kontext von SAP Asset Management.

Die Orianda Solutions AG finden Sie in Tägerwilen (CH) oder online unter www.orianda.com

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Portrait Andreas Dankl: © Orhideal

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